In Brasilien hat das Autorenduo Andre Zatz
und Sergio Halaban seit langer Zeit einen Namen und zählen neben Mario Seabra und Luiz Dal Monte Neto zu den Grossen der Spieleentwcklerszene In Deutschland veröffentlichten sie das
Brettspiel "Hart an der Grenze“, was ihnen auch hierzulande Lob und Anerkennung einbrachte. Das war im Jahr 2006. In Brasilien sind sie für weit über ein Dutzend erfolgreiche Spiele verantwortlich und zeichnen nebenbei auch als Autoren von
TV-Shows.
Sie helfen dabei, Shows zu entwickeln, die sich rund um Spiele und Reality drehen.
Doch obwohl die beiden als Entwickler dieser TV-Sendungen bekannt sind,
ist die weiterhin nur ein Teil ihrer Tätigkeit. Sie entwickeln mit Vorliebe Spiele, die erzieherisch wirksam sind, die bei
Verhandlungsschulungen eingesetzt werden können oder zu Werbezwecken dienen.
Andre Zatz und Sergio Halaban sehen ihren Beruf als Arbeit an, der mit einem Hobby
verbunden werden kann. Zatz zum Beispiel betreibt die Webseite
Ludomania über die Brettspielszene in Brasilien. Der Werdegang des Spieleautorenduos ist lang: Sergio heiratete einst
die Schwester von Andre. Sie kamen über ihre Leidenschaft für Spiele zum Erfinden.
Etwas halbes Jahr brauchten die beiden, um den Markt zu sondieren
und ihr erstes Spiel namens "Präsidentschaftsrennen" zu
entwickeln. Der drittgrößte Verlag in Brasilien, Toyster,
veröffentlichte das Spiel prompt.
Andre Zatz beendete zu dem Zeitpunkt
sein Studium des Journalismus, war aber nicht zufrieden mit seinem
Beruf. Er, Halaban und dessen Frau begannen, ihre Zeit gemeinsam in das
Entwickeln von Spielen zu investieren. Dabei ging es ihnen nicht nur brasilianische Themen passiert und wie sich der dortige Markt entwickelt,
sondern nahmen auch den europäischen Markt genau unter die Lupe. Heute veröffentlicht das Duo seine Spiele auch mit Erfolg im Ausland. Wer denkt, dass Brettspiele out sind oder sein werden, der irrt. Das
Spielverhalten von Kindern ändert sich ständig: heute sind es noch
Schaukeltiere, morgen schon Spielekonsolen und irgendwann schliesst sich der Kreis wie seit eh und jeh: Das Brettspiel hält Einzug und wird nur
ungern gegen etwas anderes getauscht.